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Von Windows zu Ubuntu - Ein Erfahrungsbericht

Ich gehöre zu den Windows xp-Nutzern. Genauer gesagt zu denen, die derzeit sehr entrüstet sind, dass die Updates dafür ab April diesen Jahres eingestellt werden. Also habe ich mich nach einer Alternative umgesehen - Viele Menschen aus meinem Bekanntenkreis haben mich sowieso schon seit längerem gedrängt, mir ein aktuelleres Betriebssystem zu zulegen.
Eine neuere Windows-Version wäre schick, doch wer soll das bezahlen? Es gibt Windows 7 zwar schon ab 80€, doch ich muss mein Geld sparen, damit ich meinen Sommerurlaub finanzieren kann. Abgesehen davon, hätte ich auch für diese 80€ ein Weilchen sparen müssen. Und das, wobei ich doch so ein Geldausgebemensch bin. Das Angebot mir von meiner Freundin die Windows 7 Installations-CD auszuleihen, habe ich ausgeschlagen - zu feige, dem Gesetz treu, gewissenhaft. Dabei wäre es die Lösung gewesen. Nun fiel mir eine Grundschulfreundin ein. Sie hatte, als ich vor Jahren, als wir noch eine gemeinsame Schule besuchten und den Kontakt pflegten, bei ihr war, ein Linux Betriebssystem auf dem Computer. Ich habe mich ein bisschen informiert (=den Freund meiner Mutter gefragt) und herausgefunden, dass das ganze nicht Linux heißt -das ist die große Firma dahinter-, sondern Ubuntu, sollte ich denn das bekannteste Betriebssystem aus dem Hause Linux meinen. Ja, das meinte ich anscheinend. Worauf er mich auch aufmerksam machte ist, dass ich es mir gut überlegen sollte, denn es gibt viele Programme nur für Windows und iOS, doch ich dachte mir: Was kann ich schon groß brauchen? Meine Photoshop-Version ist eh veraltet und ich nutze eher Photoscape, notfalls GIMP, GIMP wiederum wird von Ubuntu unterstützt und auf Photoscape muss ich halt lernen, zu verzichten. Libre Office, Mozilla Firefox und Thunderbird sind schon vorinstalliert - sollte ja dann nichts schief gehen. An Skype, Dropbox, Avira, Notepad ++ und meine sonstigen Lieblinge habe ich gar nicht gedacht. Doch ich dachte mir, dass weniger Programme ja vielleicht mehr sind - einen schnelleren Computer bedeuten und weniger zeitaufwändiges Hin- und Hergespringe zwischen den Programmen, die eigentlich alle dasselbe können.
Also ran ans Werk: Ich habe gegooglet, ob ich eine 32 oder 64 Bit-Version brauche (der Microsoft-Support hat da eine ganz tolle Seite, die das automatisch erkennt), habe mir daraufhin die 32er-Ubuntu-Version von CHIP.de gedownloadet, auf CD gebrannt und dann ... ja, dann bin ich verzweifelt. Meinen Computer habe ich noch nicht sooo lange, er ist schneller, als die, die ich davor besaß. Genau das wurde nun zum Problem. Ich war zu langsam um die Tastenkombination einzugeben, mit der ich dachte, ich gelange ins BIOS. Besser gesagt war der Copmuter zu schnell. Als ich es endlich geschafft hatte irgendwas zu öffnen musste ich feststellen, dass das nicht war, was ich wollte. Also Computer wieder hochgefahren, eingeloggt, Tastenkombinationen gegooglet und nach den erneuten dreihundertfünfundsechzigmillionen Versuchen hat es dann endlich geklappt ins BIOS zu gelangen. Allerdings war es ein anderes BIOS als bei meinen vorigen Comnputern. Klar, das ist falsch ausgedrückt, aber letztendlich war es halt ... sagen wir komisch. Und ich brauchte etwas Zeit, mich zurechtzufinden. Nun, endlich alles perfekt eingestellt, starte ich den Computer erneut, höre wie er von CD-Laufwerk startet und sehe: Den Ladebalken von Windows. Habe meinen Vorgang wiederholt - ohne Erfolg. Das weitere Vorgehen meinerseits war: den Computer zu ende starten lassen, mich einlogge, Internet an, Ubuntu erneut downloaden, feststellen, dass ich scheinbar beim ersten Mal den Download frühzeitig abgebrochen habe, CD wiederbeschreiben wollen, merken, dass das nicht geht, neue CD besorgen, merken, dass die zu klein ist, googlen, ob m,an vom USB-Stick booten kann, USB-Stick präparieren, herunterfahren, erneute zehntausendmal zu dumm sein ins BIOS zu gelangen (muss ich eigentlich erwähnen, dass dieser ganze Versuch ins BIOS zu gelangen eine endlose Kette herunter- und hinaufgefahre des Computers bedeutete?), letztendlich übers Setup alles eingestellt und dann, der Meilenstein meines Tages, der alle Wutanfälle, alle Anflüge von Missfallen hat vergessen lassen: Nicht Windows, nein, sondern Ubuntu startet sich. Beziehungsweise erstmal nicht, aber nach einiger Zeit schon. Ich wählte zunächst die äußerst sympathische Demo-Variante - man will ja wissen worauf man sich einlässt. Reagierte nicht so schnell, ich schob es auf das laufen über den USB-Stick. Es für eine gute Idee befunden, die Dateien von meinem Windows-Konto gesichtert, Ubuntu gestartet, dieses Mal auf installieren geclickt. Es hat alles einige Zeit gedauert, aber man hat ja auch ein Handy, damit man sich ablenken kann, nicht? Nach einigen Schritten, wie zum Beispiel dem einrichten eines UbuntuOne-Kontos, durfte ich die Installation dann beenden und der letzte Teil installierte sich während ich mit meiner Familie Abendbrot aß. Als ich in mein Zimmer zurück kehrte, zeigte mein Computer an, dass er neu gestartet werden wollte. Gesagt, getan. Habe mich unter meinem vorher eingerichteten Computer-Konto angemeldet und alles erst einmal begutachtet. Wirklich schneller war es nicht, obwohl es ja jetzt auf der Festplatte war. Aber die muss es sich ja auch mit Windows teilen, das kann ja auch an der nicht vorhandenen Schnelligkeit Schuld sein. Mal sehen. (Nun, wo ich diesen Artikel schreibe, ist es tatsächlich schneller. Habe allerdings auch endlich den Boot-USB-Stick herausgezogen...) Teilweise hat Ubuntu aber gar nicht mehr reagierte und das Minutenlang. Ich hatte schon Angst meine so perfekt scheinende Lösung wäre ein riesiger Reinfall, doch ich habe ein bisschen aufgeräumt, ein bisschen eingerichtet, sozusagen meine neue Wohnung bezogen. Und ich muss sagen, bisher fühle ich mich ganz heimisch. Und sollte ich Photoscape und Co all zu sehr vermissen, dann kann ich ja immer noch Windows einen Besuch abstatten. 
Ein weiterer Teil zu diesem Thema wird folgen, wenn ich eine richtige erste Einschätzung des Programms geben kann. Allerdings würde ich bisher sagen, dass Ubuntu nicht die schlechteste Lösung für arme Schüler mit so gar keinem Geld ist.

Kommentare:

  1. Klingt nach einem interessanten Nachmittag, ich weiß von einem Jungen aus meinem LK, dass man sich Windows 7 Demo Versionen bei CHIP herunterladen kann, das einzige, was sich nach der Testzeit deaktiviere sei die Möglichkeit ein Hintergrundbild einzurichten ;) Aber so gehts auch, alles Liebe

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  2. Hi :)
    Ich hab schon etwas länger ubuntu und nach anfänglichen schwierigkeiten mit der bedienung (das liegt aber eher an meiner unfähigkeit mich an neue dinge zu gewöhnen) habe ich es zu lieben gelernt. Es ist echt super, kann alles was man braucht und ist irgendwie einfacher.. und das design gefälllt mir ;)
    Viel spass und lg

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  3. Also, wir haben Ubuntu auf unseren Schulcomputern & ich finds einfach grauenvoll :D Die Laptops machen da nie das, was sie eigentlich sollen und haben ständig irgendwelche Macken :D

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  4. Ohje, ich fühle in dem Punkt deutlich mit dir, was das mit dem BIOs angeht. Bei mir war zwar ein Virus drauf, aber da der PC nicht mal mehr bootete, sodass ich irgendwie was machen konnte, musste ich das auch mit den BIOs Einstellungen so handhaben und ich bin da bald verrückt bei geworden xD Ehe ich das alles erstmal einstellen konnte, das hat fast schon Jahre gedauert, aber den PC musste ich trotzdem verscherbeln.

    Aber ich kannte dieses Ubuntu noch gar nicht und du hast mich grad wirklich neugierig gemacht. Ich glaube ich werde mir das auch mal genauer schauen bzw. erstmal ein bisschen drüber googlen :)

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  5. Als ich noch mein kleines Netbook von ASUS hatte, war ich auch noch Ubuntu-Nutzer. Allerdings komme ich mit Windows 7 einfach besser klar, auch durch die größere Vielfalt der Programme. Aber Ubuntu ist nicht schlecht, ich war damals wirklich sehr davon überrascht:)
    Liebe Grüße ♥

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  6. Schöner Bericht! Lass dich nicht unterkriegen - viel Spass mit dem OS :D ^^

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  7. Oh ja, die Ubuntu-Zeit. Als ich noch XP hatte, hatte ich auch noch Ubuntu mit auf meiner Festplatte (Gott, so lange her, da hatte ich noch einen richtigen Computer) und ja, es ist schon sehr mühsam, sich erstmal einzufinden, aber sobald man's hat, hat man's. Damals gab es Gimp noch nicht für Windows (musste also simulieren, dass ich Ubuntu verwende) und als ich dann wirklich auf Ubuntu war, lief das Programm sooo gut! Es gibt gewisse schöne Vorteile von Ubuntu, ausser natürlich, man ist so iTunes und Microsoft Word abhängig wie ich... aber schlechter als Windows 8 ist es nicht, glaub mir.

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  8. Ich habe vorher noch nie was davon gehört, aber klingt ganz interessant :) Werde aber wohl doch eher bei Windows 8 bleiben :D
    Schaut doch auch mal auf meinem Blog vorbei. Er ist noch relativ neu und würde mich deshalb über ein Feedback und Ideen freuen :)
    http://annaaaww.blogspot.de/

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  9. Schöner Blog :-)

    Bei mir findet momentan eine Blogvorstellung statt, schau doch mal vorbei :-)

    ✿, thingsyouremember.de

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Wie schon an anderer Stelle dieser Seite bemerkt, ist der Blog eingestellt. Das bedeutet leider auch, dass wir als Blogautoren auf deinen Kommentar nicht eingehen werden.